Lateinamerikanische Perkussion
Unterrichtskonzept HOUSE OF MUSIC mit Manuel Celis Vega
Ein Merkmal der lateinamerikanischen Perkussion – und der Perkussion generell - ist, dass keine Noten und Notenkenntnisse nötig sind, um sie zu erlernen. Stattdessen werden das Gehör, das Gedächtnis und Dissoziationsfähigkeiten in besonderem Ausmaß trainiert. Die Schüler lernen, Schlagabfolgen zu hören, zu erkennen und selbst nachzuspielen. Die Rhythmen müssen memorisiert werden ebenso wie der Klang des korrekten Zusammenspiels. Der Perkussionist muss in der Lage sein, zu spielen und gleichzeitig auf die verschiedenen wichtigen Referenzpunkte wie die Glocke, Begleitrhythmen, etc zu hören und sein Spiel gegebenenfalls dem Tempo oder dem Rhythmus anzupassen. Außerdem wird gelernt, gleichzeitig zu spielen und zu singen.
Ein Vorteil der lateinamerikanischen Perkussion besteht außerdem in der Tatsache, dass in relativ kurzer Zeit und ohne musikalische Vorkenntnisse gemeinsam musiziert werden kann. Dadurch wird die Motivation gerade von Anfängern gestärkt.
Der Perkussionsunterricht sollte idealerweise in Gruppen- und Einzelunterricht erfolgen.
Ziel des Gruppenunterrichts ist das Erlernen der verschiedenen lateinamerikanischen Rhythmen im Zusammenspiel und das Erkennen der oben erwähnten Referenzpunkte. Dagegen liegt der Schwerpunkt im Einzelunterricht auf dem Erlernen der korrekten Schlagtechniken und die Vertiefung und Wiederholung von Rhythmen, die im Gruppenunterricht behandelt wurden. Auf die individuellen Schwierigkeiten jedes einzelnen Schülers kann hier gezielter eingegangen werden und auch spezielle Übungen entwickelt werden.
Optimal ist außerdem die Verbindung auch mit anderen Instrumenten und Fächern wie den Holz- und Blechblasinstrumenten, Piano, Bass, Gesang, etc.
Im Unterricht selbst wird zu jedem neu zu erlernenden Rhythmus eine Einleitung gegeben über seine Herkunft, seine Wurzeln und Tradition.
Zu Anfang werden einfach zu erlernende Rhythmen unterrichtet wie „Yuca“, „Conga“, „Macuta“ und „A Caballo“. Als Grundlage werden die drei Basisschläge (1) El Abierto, (2) El Bajo und (3) El Quemado (Tabla) vermittelt. Zu jedem Rhythmus werden außerdem zwei bis drei Variationen und auch zwei bis drei Breaks geübt.
Als Ergebnis eines Unterrichtsjahres könnte die Präsentation eines lateinamerikanischen Musikstücks gemeinsam mit anderen Instrumenten stehen.
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